Soziale Modenetzwerke sind genau das, wonach sie klingen. Du postest ein Bild deines Outfits. Andere Leute kommentieren. Du findest Freunde, die schwarze Hemden oder Vintage-Kleider mögen. Auf Websites wie Share Your Look oder StyleHive können Sie eine digitale Garderobe aufbauen. Einige dieser Netzwerke existieren als eigenständige Hubs. Andere, wie der alte Modebereich von MySpace, waren nur Nischen innerhalb größerer Plattformen.
Aber hier ist die wahre Geschichte. Einzelhändler lieben diese Websites. Sie sind der Traum eines jeden Online-Shops.
ComScore hat dies bereits 2007 analysiert. Die Daten waren eindeutig. Je mehr Zeit Sie in sozialen Netzwerken verbringen, desto wahrscheinlicher ist es, dass Sie Dinge online kaufen. Wir reden über Kleidung. Musik. Elektronik. Luxusartikel. Wenn Sie ein „starker“ Benutzer sind, sind Sie ein Ziel.
Im August 2007 besuchten 61,2 Millionen Menschen Online-Händler. Etwa 25 Prozent von ihnen waren starke Nutzer sozialer Netzwerke. Das ist ein Viertel aller Käufer.
Die Verbindung zu Bekleidungsmarken ist noch stärker. ComScore stellte fest, dass über die Hälfte der Besucher von Websites wie Alloy und Hollister im selben Monat starke soziale Nutzer waren. Warum passiert das? Es ist Mundpropaganda. Du siehst einen Blick. Es gefällt dir. Sie klicken sich durch.
FashMatch hat sein gesamtes Geschäftsmodell auf dieser Korrelation aufgebaut. Auf der Website können Sie Oberteile, Unterteile, Kleider, Schuhe und Accessoires auswählen. Sie beziehen sie von Dutzenden namhafter Einzelhändler. Sie erstellen ein Match. Es ist ein komplettes Outfit.
Sobald Sie das Match gepostet haben, warten Sie auf die Stimmen. Die Mitglieder bewerten die Stile der anderen. Du sammelst Fans. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Freunde oder Follower. Sie können auch Ihre Lieblingsmarken zur Schau stellen. Jeder Beitrag enthält Links zum Kaufen. Es ist ein nahtloser Handel, der als Spiel getarnt ist.
Nicht bei allen Modenetzwerken geht es ums Einkaufen. Einige sind für Profis. Fashionising konzentriert sich auf den australischen Markt und richtet sich an Designer, Models, Stylisten und Fotografen. ModelsHotel ist anders. Es ist höchst exklusiv. Es ist nur für Models. Keine Gelegenheitsbrowser erlaubt.
Was haben diese Seiten eigentlich gemeinsam?
- Sie können Looks nach Aktualität oder Beliebtheit organisieren.
- Suchfunktionen verwenden Tags wie „sexy“, „schwarz“ oder „Shirt“.
- Sie können anderen Benutzern folgen und ein Fan ihres Stils werden.
- Mit Wunschlisten können Sie Artikel speichern, die Sie möchten, aber noch nicht gekauft haben.
- Bei vielen können Sie Ihren Stil auf Social-Bookmarking-Seiten wie Digg oder del.icio.us teilen.
Der Mechanismus ist einfach. Du erschaffst Verlangen. Andere Benutzer bestätigen es. Dann kaufen sie die Artikel.
Es klingt einfach. Aber die Psychologie dahinter ist chaotisch. Wir vertrauen unseren Kollegen mehr als Anzeigen. Ein Foto einer echten Person, die eine Jacke trägt, wirkt authentischer als eine Katalogaufnahme. Dieses Vertrauen treibt den Umsatz an.
Die Plattformen entwickeln sich weiter. Die hier genannten spezifischen Websites haben sich möglicherweise geändert oder sind verschwunden. Das zugrunde liegende Verhalten bleibt bestehen. Die Leute schauen sich Kleidung online an. Sie reden über sie. Sie kaufen, was andere tragen.
Der Zusammenhang zwischen sozialer Aktivität und Einzelhandelsausgaben ist nicht mehr nur eine Theorie. Es ist ein messbarer Trend. Starke soziale Nutzer geben mehr aus. Modenetzwerke erfassen diese Ausgaben.
Bedeutet das, dass Sie nur das kaufen, was Sie online sehen? Wahrscheinlich nicht. Aber Sie werden beeinflusst. Der Kreislauf ist geschlossen. Du postest. Sie erhalten Feedback. Sie kaufen ein.
Wenn Sie das nächste Mal in einem Modenetzwerk stöbern, fragen Sie sich, wer zuschaut. Und was sie kaufen könnten.





























