Warner Bros. Discovery hält sich nicht zurück. Sie verklagten Amazon.
Der Vorwurf? Illegale Wilderei.
Konkret behauptet Warner Bros., dass Amazon aktiv versucht, Vertragsmitarbeiter abzuwerben und dabei gegen das Gesetz verstößt. Es ist ein chaotischer Rechtsstreit darüber, wie man Führungstalente von einem Konkurrenzstudio anheuert, ohne gegen bestehende Vereinbarungen zu verstoßen.
Welche Führungskräfte will Amazon angeblich stehlen?
Die Klage, die diese Woche eingereicht wurde, konzentriert sich auf einige wichtige Namen.
An erster Stelle steht Pia Barlow. Sie ist eine Marketingmanagerin, die kürzlich von HBO Max zu Amazon MGM Studios gewechselt ist. Aber hier ist der Haken. Ihr Vertrag mit Warner Bros. stand noch nicht zur Disposition. Es lief erst am 31. Oktober 22027 ab.
Dann war da noch Francesca Orsi. Ein HBO-Programmmanager. Amazon versuchte angeblich auch, sie zu rekrutieren. Ihr Vertrag läuft bis Dezember 2027. Sie ist geblieben. Zur Zeit.
„In eklatanter Missachtung geltender kalifornischer Gesetze ist Amazon skrupellos geworden …“
Das ist die Meinung von Warner Bros. Sie argumentieren, dass Amazon diese Mitarbeiter dazu zwingt, ihre befristeten Vereinbarungen zu brechen, und verspricht, sie zu entschädigen, wenn die Dinge schiefgehen. Grundsätzlich bietet Amazon ein Sicherheitsnetz, damit sich diese Führungskräfte keine Sorgen über rechtliche Konsequenzen machen müssen.
Warum kommt es jetzt zu dieser Klage?
Es geht um das Timing. Und Macht.
Warner Bros. befindet sich derzeit in der Schwebe. Die bevorstehende Übernahme durch Paramount liegt seit Monaten auf Eis. In dieser Unsicherheit werden Talente nervös. Oder vielleicht sieht Amazon einfach eine Chance.
Das Kernproblem besteht nicht nur darin, dass zwei Leute gehen. Es geht darum, ob die Durchsetzung von Arbeitsverträgen in Kalifornien überhaupt noch von Bedeutung ist.
Deadline berichtet, dass diese Klage eine große Debatte neu entfachen könnte. Sind befristete Arbeitsverträge im Golden State tatsächlich durchsetzbar?
Das kalifornische Recht war schon lange schwierig für restriktive Vereinbarungen. Wettbewerbsverbote? Größtenteils verboten. Doch wie sieht es mit mehrjährigen Arbeitsverträgen mit konkreten Laufzeiten aus? Das ist die Grauzone, die Warner Bros. zu definieren versucht.
Amazon MGM Studios lehnte eine Stellungnahme ab. Typisch.
Hier sind wir also. Ein riesiger Medienkonflikt. Die eine Seite sagt, man könne Mitarbeiter nicht einfach mitten im Vertrag abwerben. Die andere Seite? Sie sind sowieso damit beschäftigt, sie einzustellen.
Wird dies andere Unternehmen davon abhalten, aggressive Rekrutierungsmaßnahmen zu ergreifen?
Wahrscheinlich nicht.
Es fügt lediglich eine weitere Ebene rechtlicher Spannungen zu einer Branche hinzu, die ohnehin schon heiß läuft.






























