SpaceX vs. Anthropic: Wer lügt über den Mietvertrag?

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Die Meinungen gehen auseinander. Die Fakten tun es nicht.

Anfang dieses Monats hat xAI einen umfangreichen Rechenvertrag mit Anthropic abgeschlossen. Milliarden pro Monat für Exklusivrechte am Colossus-Cluster. Eigentlich ein Coup. xAI erzielte die Einnahmen, die sie brauchten. Anthropic hat im Hardware-Rennen aufgeholt. Alle jubelten.

Heute Morgen äußerte sich Elon Musk nicht zur Dauer.

Er teilte X mit, dass SpaceX sich nicht zu einer langfristigen Vermietung verpflichtet habe. Angeblich waren es nur 180 Tage. Mit einer Kündigungsfrist von 90 Tagen. Kurzfristig war sein Anliegen. Er behauptet, er werde sie nicht hängen lassen, aber wenn die Rechenleistung knapp wird? Er will es zurück.

„Dies ist ein Mietvertrag mit einer Laufzeit von 180 Tagen und einer Kündigungsfrist von 90 Tagen danach.“

Das widerspricht direkt dem Papierkram.

Die S-1-Einreichung von SpaceX besagt etwas ganz anderes. Schauen Sie sich Seite F-62 an. Es heißt, Anthropic habe sich bereit erklärt, bis Mai 2029 eine monatliche Gebühr zu zahlen. Das sind keine 180 Tage. Das ist ein Dreijahresvertrag. Der gleiche Wortlaut findet sich auf den Seiten F-96, 13 und 146. „1,25 Milliarden Dollar pro Monat“ heißt es. Wiederholt. Immer wieder.

Hat jemand auf mehreren Seiten einer Finanzakte dreijährige Fristen vertippt?

Wahrscheinlich nicht.

Warum also die Lücke zwischen dem Beitrag und dem Prospekt? Vielleicht argumentiert Musk, dass „Zahlung für Service“ nicht dasselbe ist wie „Leasing“. Das ist Semantik. Ein Mietvertrag impliziert eine Bereitstellung. Eine einseitige Bindung macht keinen Sinn, wenn beide Seiten mit einer Frist von drei Monaten kündigen können. Warum sollten Sie es auf drei Jahre strukturieren, wenn Sie eine Kaution in sechs Jahren planen?

xAI hat keinen Kommentar abgegeben.

Anthropic auch nicht.

Sollten Sie einer Persönlichkeit des öffentlichen Lebens vertrauen, die vertragliche Verpflichtungen neu definiert, um sie an die aktuelle Marktstimmung anzupassen? Vielleicht. Aber in einer ruhigen Phase, in der Marketingsicherheit herrscht, ist Klarheit der Schlüssel. Falsche Aussagen sind nicht ideal. Schlechtes Karma ist hier die milde Strafe. Die SEC wird möglicherweise nicht handeln. Musk wäre es wahrscheinlich egal, wenn sie es täten.

Aber die Diskrepanz besteht darin. Offen für Interpretationen.