Wie sich Google Doodles von einem einfachen „Out of Office“ zu einem interaktiven Verlauf entwickelte

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Wenn Sie wissen möchten, was in der Welt passiert, ist Google normalerweise die erste Anlaufstelle. Der Suchriese nutzt seine Plattform aber auch, um globale Ereignisse auf überraschend kreative Weise zu feiern. Das sind Google Doodles. Sie gestalten das Standardlogo neu, um Geburtstage, Feiertage und Meilensteine ​​zu kennzeichnen. Einige sind animiert. Einige sind interaktiv. Im Laufe der Jahre gab es Dutzende fantastischer Exemplare. Hier ist ein Blick auf zehn der denkwürdigsten.

10. Burning Man: Das Original-Doodle

Der Grund, warum alles begann, war eigentlich eine als Kunst getarnte technische Notwendigkeit. Das allererste Doodle erschien 1998. Es war eine „Abwesend“-Nachricht für die Mitbegründer Larry Page und Sergey Brin. Das Paar besuchte das Burning Man Festival in Nevada. Sie brauchten eine unterhaltsame Möglichkeit, den Leuten mitzuteilen, dass sie nicht verfügbar sind. Sie befürchteten auch, dass die Server abstürzen könnten.

Das Design war schlicht. Hinter dem zweiten „o“ in Google stand ein Strichmännchen. Im Vergleich zu dem, was folgte, war es primitiv. Aber es war bedeutsam. Nach diesem Burning Man Doodle beauftragte Google ein Team von Spezialisten mit der Gestaltung dieser Bilder. Diese Mitarbeiter werden jetzt „Doodler“ genannt.

9. 96. Geburtstag der Les Paul

Das Team von Google hat eine fantastische Hommage an den 96. Geburtstag des Gitarrenpioniers Les Paul geschaffen. Aus dem Logo wurde eine interaktive, spielbare E-Gitarre. Es war mehr als nur ein hübsches Design. Es hat Spaß gemacht. Gitarristen und Nicht-Gitarristen konnten beim Surfen im Internet gleichermaßen abrocken. Damit wurde der Jazz- und Blueslegende Tribut gezollt. Er ist der Vater der Solidbody-E-Gitarren. Seine Arbeit ebnete den Weg für den Rock’n’Roll, wie wir ihn kennen. Google war eindeutig der Meinung, dass dies eine Feier wert war. Wie alle ihre besten Arbeiten war es interaktiv und gut gestaltet.

8. Charlie Chaplins 122. Geburtstag

Stummfilmstar Charlie Chaplin bleibt ein großer Name im Kino. Google ehrte ihn 2011 zu seinem 122. Geburtstag mit einem kreativen Doodle. Die Animation spiegelte seine Stummfilme wider. Ein Chaplin-Lookalike interagiert mit dem Google-Logo. Er liest eine Google-Zeitung. Er versucht sogar, sein eigenes Doodle zu zeichnen. Chaplins Arbeit zeigte die Kraft des visuellen Geschichtenerzählens. Google hat das verstanden und hier gut genutzt.

Das Team hatte Spaß damit. Sie alle spielen in dem kurzen Stück die Hauptrolle. Mike Dutton spielt Chaplin. Er trägt den berühmten Schnurrbart, Hut und Eyeliner. Es ist eine kluge Anspielung auf den Meister der Pantomime.

7. Claude Debussys 151. Geburtstag

Um den 151. Geburtstag des Komponisten Claude Debussy im August 2013 zu feiern, schuf das Team eine ruhige Nachtszene. Im Hintergrund erklangen seine berühmten Kompositionen. Das Bild war ein mondbeschienener Himmel mit funkelnden Sternen. Laternenpfähle und blinkende Fenster erhellten die Szene. Ein Dampfschiff fuhr den Fluss hinunter. Autos, Radfahrer und ein Ruderboot schlossen sich der Bewegung an.

Die Stadt wurde von Stadtlandschaften des späten 19. Jahrhunderts inspiriert. Der flache, grafische Stil passte perfekt zum Ton. Ob man den Komponisten kannte oder nicht, die Besucher waren beeindruckt. Die Kombination aus atemberaubender Grafik und fantastischer Musik machte es zu etwas Besonderem.

6. Halloween 2012

Google liebt Halloween. Zur Feier des Feiertags gibt es viele gruselige Kritzeleien. Die meisten sind sich einig, dass die Version 2012 die beste ist. Es ist eine interaktive Straßenszene. Ein böiger Wind weht durch. Es gibt fünf Türen zum Klicken. Kürbisse und ein Rabe runden das Setup ab.

Hinter jeder Tür verbirgt sich eine gruselige Überraschung, aus der schließlich Google hervorgeht.

Die Details sind scharf. Augen folgen der Maus. Eine Katze sitzt in einem Mülleimer. Die Kreativität ist offensichtlich. Über der Decke erklingt ein kühles Windgeräusch. Es schafft eine unheimliche Stimmung, ohne zu gruselig zu sein. Es fängt den Geist des Feiertags ein.

5. Pac-Man

Tausende Videospiele verfügen über atemberaubende Grafiken. Keiner macht so viel Spaß oder macht so süchtig wie Pac-Man. Google feierte den 30. Geburtstag dieses legendären Spiels. Benutzer könnten es in 8-Bit-Pracht rund um die Google-Buchstaben abspielen. Es hat riesig Spaß gemacht. Viele Leute haben zu lange gespielt.

Dies war das allererste spielbare Doodle. Es war eine wichtige Entwicklung. Das Doodle enthielt alle ursprünglichen Farben, Geräusche und Charaktere. Es enthielt sogar Bugs für Nostalgie. Es weckte bei vielen Erinnerungen. Außerdem wurde das klassische Spiel einem neuen Publikum vorgestellt.

Google Doodles, die tatsächlich die Art und Weise verändert haben, wie wir mit der Technologiegeschichte interagieren

Seien wir ehrlich. Normalerweise scrollen wir an den Kritzeleien vorbei. Sicherlich sind sie nette Ablenkungen, aber sie bleiben selten hängen. Dennoch gelang es einigen besonderen Gedenkfeiern, den Lärm zu durchbrechen. Nicht nur, weil es sich bei den Motiven um Symbole handelt, sondern auch, weil Google sie nicht mehr als statische Bilder, sondern als interaktive Erlebnisse behandelt.

Diese vier Beispiele stechen als Höhepunkte des Mediums hervor und verwandeln passives Betrachten in aktive Teilnahme.

Freddie Mercurys 65. Geburtstag: Animation trifft auf Archiv

Es war Freddie Mercurys 65. Geburtstag und Google brauchte eine Hommage, die sich lebendig anfühlte. Sie haben ihm nicht nur das Logo ins Gesicht geschlagen. Sie erstellten eine animierte Sequenz zum Thema „Don’t Stop Me Now“.

Das Bild ist im besten Sinne chaotisch. Mercury und Queen scheinen den Titel live aufzuführen, während animierte Elemente über den Bildschirm tanzen und sich mit spielerischer Präzision auf den Liedtext beziehen. Die Animation löst sich schließlich auf, als die Google-Buchstaben in den Fokus rücken.

Aber die Magie steckte nicht nur im Code. Es war im Zugang. Bevor das Doodle veröffentlicht wurde, sprach Google direkt mit Brian May. Sie luden den Gitarristen ein, seine Erinnerungen an Mercury und das Leben bei Queen zu teilen. Dieses Gespräch war nicht nur eine Formalität. Es war der Treibstoff für das Kreativteam. Das daraus resultierende Stück fühlt sich weniger wie eine Firmenbegrüßung an, sondern eher wie die Liebesarbeit eines Fans, die auf den tatsächlichen Geschichten basiert, die May erzählt hat.

93. Geburtstag von Saul Bass: Die Geometrie des Films

Saul Bass hat nicht nur Logos entworfen. Er definierte die Bildsprache des Mid-Century-Kinos. Anlässlich seines 93. Geburtstags im Jahr 2013 musste Google diese Essenz einfangen, ohne verklagt zu werden.

Das Doodle ist eine Meisterklasse des Minimalismus. Es bezieht sich auf Bass‘ Arbeit an „Vertigo“ und anderen Hitchcock-Filmen und verwendet seine charakteristischen kräftigen Formen und auffälligen Farbkontraste. Aber um dorthin zu gelangen, war juristisches Turnen erforderlich. Das Designteam musste sich an jedes große Studio wenden, um sich die Rechte für das Bildmaterial zu sichern. Es ist eine Erinnerung daran, dass selbst digitale Kunst in einer Welt des Urheberrechts lebt.

Dann ist da noch der Ton. Die Animation pulsiert zu Dave Brubecks „Unsquare Dance“. Der jazzige, ausgefallene Rhythmus spiegelt Bass‘ unkonventionelle Herangehensweise an Grafikdesign wider. Es ist faszinierend, weil es sich anfühlt, als würde eine Film-Credit-Sequenz zum Leben erweckt, komprimiert in ein paar Sekunden Browser-Interaktion.

John Lennons 70. Geburtstag: Das erste animierte Video-Doodle

Davor waren Kritzeleien meist statische oder einfache CSS-Animationen. Das war anders. Google veröffentlichte zu Ehren des 70. Geburtstags von John Lennon sein erstes animiertes Video-Doodle.

Das Stück fungiert als Mini-Musikvideo zu „Imagine“. Es ist krass, schwarz-weiß und zutiefst emotional. Die Animation gipfelt in einer kleinen, sich bewegenden Version von Lennon mit Brille und allem, die das „oo“ im Google-Logo bildet. Es ist eine subtile Berührung, aber sie landet perfekt.

Mike Dutton, einer der Zeichner dahinter, brachte es auf den Punkt: „Das alte Sprichwort ‚Ein Bild sagt mehr als tausend Worte‘ trifft immer noch zu, daher hoffe ich, dass ein bewegtes Bild mir ausreichend – und einfach – hilft. Danke John für die Erinnerungen.“

Es war nicht nur cleveres Design. Es war eine direkte Dankeslinie von einem Technologieriesen an einen Kulturarchitekten.

Robert Moogs 78. Geburtstag: Spielen Sie das Instrument

Wenn die anderen Tribute waren, war dieses ein Spielzeug. Am 23. Mai 2012 wollte Google Robert Moog feiern, den Mann, der den analogen Synthesizer erfunden hat.

Also bauten sie eines.

Das Gekritzel war kein Bild, das Sie gesehen haben. Es war ein voll funktionsfähiger Mini-Synthesizer, den Sie mit Maus und Tastatur steuern konnten. Sie haben nicht nur die Geschichte der elektronischen Musik gesehen; Du hast es ausgelöst.

Benutzer konnten Knöpfe drehen, Tasten drücken und Geräusche machen. Und weil es der Ästhetik der 1960er Jahre treu blieb, gab es ein eingebautes Mini-4-Spur-Tonbandgerät. Sie können Ihre Riffs aufnehmen, abspielen und sogar teilen. Es verwandelte einen Geburtstagsbeitrag in eine kreative Sitzung. Es war zwar ärgerlich für die Nachbarn, aber es war auch lehrreich. Es zeigte, wie Technologie spielerisch, zugänglich und tief in den Arbeitsablauf des Benutzers integriert werden kann.


Diese Momente waren wichtig, weil sie uns nicht mehr aufforderten, nur hinzusehen. Sie forderten uns auf, zuzuhören, die sich verändernde Geometrie zu beobachten, den Rhythmus des Jazz zu spüren und unsere eigenen Klänge zu erzeugen. Das Gekritzel war kein Logo mehr, sondern ein Portal.

Wir bekommen immer noch welche für unbekannte Feiertage. Wir bekommen immer noch diejenigen, die nur süße Illustrationen sind. Aber hin und wieder erinnert sich jemand daran, dass das Web ein Instrument ist. Und wenn doch, lohnt es sich, innezuhalten. Auch wenn es nur für eine Minute ist.