X führt einen bedeutenden Wandel in seiner Monetarisierungsstrategie für YouTuber durch und zielt auf Konten ab, die auf hochfrequente Nachrichtenaggregation und sensationslüsterne Taktiken angewiesen sind. Laut Nikita Bier, Produktleiterin bei
Die neue Auszahlungsstruktur
Das Vorgehen wird schrittweise durchgeführt und zielt insbesondere auf zwei Arten von Konten mit hohem Volumen ab:
- Nachrichtenaggregatoren: Die Auszahlungen aller Aggregatorkonten wurden in diesem Zyklus auf 60 % ihres vorherigen Niveaus reduziert. Im nächsten Lohnzyklus wird mit einer weiteren Reduzierung um 20 % gerechnet.
- „Habitual Bait Posters“: Die Plattform kürzt auch die Zahlungen für Benutzer, die häufig sensationelle Tags wie „🚨BREAKING“ verwenden, um das Engagement zu steigern.
Bier erklärte, dass dieser Schritt dem Schutz des Ökosystems der Plattform dienen soll. Er stellte fest, dass der Zustrom von „gestohlenen Reposts“ und wiederholtem Clickbait die ursprünglichen Autoren verdrängte und das Wachstum neuer Autoren auf der Plattform bremste.
„X wird niemals die Sprache oder die Reichweite verletzen – aber wir werden keine Entschädigung für Manipulationen am Programm oder an unseren Benutzern leisten.“ — Nikita Bier
Kontroversen und Auswirkungen auf hochkarätige YouTuber
Die Ankündigung folgt Berichten mehrerer prominenter konservativer Konten, die behaupten, sie seien entmonetarisiert worden. Ein bemerkenswerter Fall ist Dom Lucre (Dominick McGee), ein YouTuber mit 1,6 Millionen Followern. McGee, der zuvor Gegenstand von Plattformverboten und Monetarisierungsstreitigkeiten war, äußerte sich frustriert über seine Einnahmeverluste und argumentierte, dass er trotz seiner häufigen Verwendung sensationslüsterner Formatierungen ein „fleißiger Schöpfer“ sei.
Während McGee argumentierte, dass er „BREAKING“-Tags im Vergleich zu seinem hohen Posting-Volumen selten verwende, haben andere Benutzer diese Behauptung angefochten und Community Notes verwendet, um Fälle hervorzuheben, in denen solche Tags innerhalb kurzer Zeit übermäßig häufig verwendet wurden.
Das Vorgehen hat auch bei anderen YouTubern Besorgnis ausgelöst, die befürchten, falsch eingestuft zu werden. Einige Benutzer, wie beispielsweise das Konto PoliMath, berichteten von erheblichen Rückgängen bei den Auszahlungen und äußerten Bedenken, dass sie trotz der Produktion von Originalinhalten fälschlicherweise in die Kategorie „Aggregator“ geraten könnten.
Eine breitere Debatte über den Plattformwert
Dieser Wandel in der Monetarisierung erfolgt zu einer Zeit, in der X hinsichtlich seines Nutzens und der Gesundheit des Ökosystems einer umfassenderen Prüfung unterzogen wird. Der Datenanalyst Nate Silver hat kürzlich die Schwierigkeit hervorgehoben, externen Datenverkehr von der Plattform zu lenken, und deutete an, dass das aktuelle Umfeld – dominiert von bestimmten politischen Nischen und Hochfrequenzkonten – zu einem „kaputten“ Ökosystem geführt hat.
Durch die Ausrichtung auf Aggregatoren scheint X zu versuchen, von einem Modell abzuweichen, das reines Volumen und „Engagement Farming“ belohnt, und sich stattdessen einem System zuzuwenden, das Originalinhalte priorisiert und den Lärm reduziert, der durch automatisierte oder aufwandsarme Nachrichtenzyklen entsteht.
Schlussfolgerung: Dieser Schritt zielt darauf ab, ein gesünderes Umfeld für Originalschöpfer zu schaffen, steht jedoch vor Herausforderungen hinsichtlich der Genauigkeit der Durchsetzung und dem Widerstand einflussreicher Nutzer.






























