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Die USA erwägen eine obligatorische Offenlegung in sozialen Medien für Touristen

Die US-Regierung erwägt eine Richtlinie, die von Besuchern aus Dutzenden Ländern verlangt, im Rahmen ihrer Reisegenehmigung fünf Jahre Social-Media-Verlauf einzureichen. Der am Dienstag von der US-amerikanischen Zoll- und Grenzschutzbehörde (CBP) eingereichte Vorschlag würde Reisende aus den 42 Ländern betreffen, die derzeit am Programm zur Befreiung von der Visumpflicht teilnehmen – darunter das Vereinigte Königreich, Deutschland, Frankreich und Australien.

Ausweitung der Kontrolle ankommender Reisender

Derzeit können Besucher aus diesen Ländern bis zu 90 Tage ohne Visum in die USA einreisen, sofern sie eine elektronische Reisegenehmigung erhalten, eine Gebühr von 40 US-Dollar zahlen und grundlegende persönliche Daten angeben. Die vorgeschlagene Änderung würde diese Anforderung drastisch erweitern und die Offenlegung von Social-Media-Konten vorschreiben, die fünf Jahre zurückliegen.

Die Richtlinie würde sich auch auf die Anforderung von E-Mail-Adressen aus dem letzten Jahrzehnt erstrecken, zusammen mit einer ausführlichen Familiengeschichte, einschließlich Namen, Geburtsdaten, Wohnorten und Geburtsorten von Eltern, Ehepartnern, Geschwistern und Kindern. CBP hat nicht klargestellt, welche Social-Media-Plattformen ins Visier genommen werden oder wie sich bestimmte Beiträge auf die Zugangsentscheidungen auswirken könnten.

Sicherheitsbedenken treiben den Wandel voran

Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund erhöhter Sicherheitsbedenken nach einem mutmaßlichen Schießerei-Vorfall in Washington, D.C., wo im November ein Mitglied der Nationalgarde von einem afghanischen Staatsbürger getötet wurde. Heimatschutzministerin Kristi Noem hat inzwischen die Reiseverbote aus bestimmten Ländern ausgeweitet.

Beamte betonen, dass es sich lediglich um eine „Diskussion“ zur Verbesserung der Überprüfungsverfahren handelt, der Vorschlag unterstreicht jedoch einen anhaltenden Trend zu strengeren Einwanderungskontrollen unter der aktuellen Regierung. Die Richtlinie wird als eine Maßnahme formuliert, um „die Sicherheit des amerikanischen Volkes zu gewährleisten“, obwohl Kritiker Fragen zu den Auswirkungen auf die Privatsphäre und der Möglichkeit einer diskriminierenden Durchsetzung aufwerfen.

Der Zeitpunkt fällt mit wichtigen Ereignissen zusammen

Der Vorschlag kommt sechs Monate vor der FIFA-Weltmeisterschaft 2026, die die USA gemeinsam mit Kanada und Mexiko ausrichten. Es wird erwartet, dass die Veranstaltung Millionen ausländischer Touristen anzieht, was Bedenken hinsichtlich logistischer Herausforderungen und erhöhter Sicherheitsanforderungen aufkommen lässt.

Die Öffentlichkeit hat 60 Tage Zeit, um zu der vorgeschlagenen Änderung Stellung zu nehmen. Die Einreichung muss bis zum 9. Februar per E-Mail an CBP_PRA@cbp.dhs.gov erfolgen. Die Richtlinie folgt einer früheren Ankündigung, wonach einige Visumantragsteller ihre Social-Media-Profile veröffentlichen müssen.

Der Drang nach einer tiefergehenden digitalen Kontrolle von Reisenden spiegelt eine umfassendere Verlagerung hin zu aggressiven Überprüfungspraktiken wider, die Besorgnis über Übergriffe und die Erosion der Privatsphäre im Namen der Sicherheit aufkommen lässt. Der Schritt dürfte die Debatte über das Gleichgewicht zwischen nationaler Sicherheit und individuellen Freiheiten anheizen, insbesondere angesichts der bevorstehenden großen internationalen Ereignisse.

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