Snapchat führt erweiterte Funktionen zur elterlichen Überwachung ein, nachdem kürzlich eine Einigung in einem Rechtsstreit erzielt wurde, in dem behauptet wird, die Plattform trage zu Suchtverhalten und psychischen Problemen bei jungen Nutzern bei. Die neuen Tools, die über das Family Center von Snapchat verfügbar sind, bieten Eltern detaillierte wöchentliche Berichte über die App-Nutzung ihrer Teenager, einschließlich der verbrachten Zeit, Aktivitätsarten (Chatten, Fotografieren, Snap Map-Browsing) und neue Kontaktdaten.
Erweiterte Überwachungsfunktionen
Eltern, die mit Teenager-Konten verknüpft sind, sehen jetzt eine Aufschlüsselung der durchschnittlichen wöchentlichen Bildschirmzeit sowie Einblicke in die Aktivitäten eines Teenagers. Sie haben außerdem Zugriff auf Informationen über neue Kontakte, einschließlich gemeinsamer Freunde und der Snap-Communitys, denen ein Teenager beitritt. Diese Updates bauen auf dem 2022 eingeführten Family Center auf, das bereits Funktionen wie Inhaltsbeschränkungen, Sichtbarkeit der Freundesliste und Standortbenachrichtigungen bot.
Streitbeilegung und interne Warnungen
Die Einführung erfolgt, nachdem Snapchat eine Einigung in einer Klage eines 19-jährigen Nutzers erzielt hat, der argumentierte, der Algorithmus der App sei absichtlich darauf ausgelegt, süchtig zu machen. Gerichtsdokumente ergaben, dass Snapchat-Mitarbeiter zuvor intern Bedenken hinsichtlich möglicher psychischer Risiken für junge Nutzer geäußert hatten. Dieser Fall spiegelt ähnliche rechtliche Herausforderungen wider, mit denen Meta, YouTube und TikTok konfrontiert sind, denen jeweils unzureichende Schutzmaßnahmen für Minderjährige vorgeworfen werden.
„Family Center ist so konzipiert, dass es die Dynamik realer Beziehungen widerspiegelt, indem es Einblick in die Aktivitäten von Teenagern bietet und es Eltern ermöglicht, wichtige Einstellungen anzupassen, ohne den Inhalt ihrer privaten Gespräche anzuzeigen.“ – Schicken Sie eine Pressemitteilung ein.
Breitere Reaktion der Branche
Die Reaktion von Snapchat steht im Einklang mit einem breiteren Branchentrend. Die Plattform hat den Take It Down Act 2025 unterstützt, der darauf abzielt, Opfern von nicht einvernehmlichen intimen Bildern und Deepfakes rechtliche Wege zu bieten. Darüber hinaus hat Snapchat mit Organisationen wie dem National Center on Sexual Exploitation (NCOSE) und dem National Center for Missing and Exploited Children (NCMEC) zusammengearbeitet.
Die verstärkten Kindersicherungen spiegeln einen wachsenden Druck auf Social-Media-Unternehmen wider, Bedenken hinsichtlich der psychischen Gesundheit von Teenagern und der Online-Sicherheit auszuräumen. Der Vergleich unterstreicht die rechtlichen und ethischen Risiken von Plattformen, die darauf ausgelegt sind, das Engagement auf Kosten des Wohlbefindens der Benutzer zu maximieren.






























