Honor, ein führender Smartphone-Hersteller, überraschte am Sonntag die Teilnehmer des Mobile World Congress (MWC) in Barcelona mit der Vorstellung seines ersten voll funktionsfähigen humanoiden Roboters. Bei der Vorführung zu „Believer“ von Imagine Dragons führte der Roboter einen choreografierten Tanz auf, der einen Moonwalk und einen versuchten Rückwärtssalto umfasste – es war das erste Mal, dass ein großer Telefonhersteller die Arena der humanoiden Robotik betrat.
Ein mutiger Sprung in die Robotik
Dieser Schritt positioniert Honor einzigartig unter seinen Android-Konkurrenten, die sich weitgehend auf Software und mobile Hardware konzentriert haben. Im Gegensatz zu vielen Robotikunternehmen, die mit industriellen Anwendungen beginnen, entwickelt Honor seine Roboter explizit für den Verbrauchergebrauch. Das Unternehmen hatte bereits im Oktober seine Robotik-Ambitionen bekannt gegeben und im Januar auf der CES einen nicht funktionsfähigen Prototyp vorgestellt, bevor diese Woche die Live-Demonstration des „Robot Phone“ mit einem beweglichen Kameraarm stattfand.
Geplante Anwendungsfälle
Honor plant, diese Roboter in drei Kernanwendungen einzusetzen:
- Einkaufsunterstützung: Bereitstellung praktischer Unterstützung im Einzelhandel.
- Arbeitsplatzinspektionen: Unterstützung bei körperlichen Untersuchungen in industriellen Umgebungen.
- Unterstützende Begleitung: Bietet Benutzern Unterstützung und Begleitung.
Der etwas instabile Backflip-Versuch des Roboters verdeutlichte, dass sich diese Technologie noch in einem frühen Stadium befindet, aber die Tatsache, dass sie sich mit ausgestreckter Hand erholte, unterstreicht ihre Agilität und ihr reaktionsschnelles Design.
KI-Investitionen treiben Expansion voran
Dieser Robotik-Vorstoß wird durch Honors zuvor angekündigte 10-Milliarden-Dollar-Investition in künstliche Intelligenz (KI) unterstützt. CEO James Li erklärte, dass die Vision des Unternehmens über Software hinausgeht und darauf abzielt, KI in die physische Welt zu integrieren. Laut Li: „Wenn das Smartphone eine Erweiterung unseres Geistes wäre, wäre der Roboter eine Erweiterung unserer Hände.“
Branchentrend
Honors Einstieg in die Verbraucherrobotik ist Teil eines wachsenden Trends, der Anfang des Jahres auf der CES zu beobachten war, wo mehrere Unternehmen Humanoide vorstellten, die für die Integration in das tägliche Leben konzipiert sind. Dies deutet auf eine nahe Zukunft hin, in der Roboter nicht mehr auf Fabriken beschränkt sind, sondern zu alltäglichen Assistenten in Wohnungen, Büros und öffentlichen Räumen werden.
Das Debüt des Roboters signalisiert nicht nur Honors Ambitionen, sondern auch einen Wandel in der breiteren Technologielandschaft, in der KI-gestützte Robotik schnell vom Konzept zur Verbraucherrealität übergeht.






























