Exodus: Die nächste Generation von Science-Fiction-Rollenspielen

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Die Science-Fiction-Gaming-Landschaft bereitet sich auf einen großen Wandel vor: Exodus, ein mit Spannung erwartetes Rollenspiel von Archetype Entertainment, soll 2027 erscheinen. Das von Veteranen der Mass Effect -Reihe entwickelte Spiel zielt darauf ab, die weitläufige Galaxienerkundung von Mass Effect mit dem emotionsgeladenen Realismus von Filmen wie Interstellar zu verbinden.

Das Kernkonzept: Zeit und Konsequenzen

Exodus scheut keine harten Science-Fiction-Konzepte. Im Mittelpunkt steht die brutale Realität interstellarer Reisen: Reisen, die sich für den Reisenden über Jahre oder Jahrzehnte erstrecken, während auf der Heimatwelt Jahrhunderte vergehen. Diese Mechanik ist nicht nur ein Handlungsinstrument; Es ist ein wesentlicher Bestandteil des Gameplays. Spieler, die Langstreckenmissionen unternehmen, kehren zurück und finden gealterte Angehörige, veränderte Gesellschaften und eine unwiderruflich veränderte Galaxie vor.

Drew Karpyshyn, der Narrative Director des Spiels, betont die emotionale Bedeutung: „Die Welt hat sich weiterentwickelt. Die Dinge haben sich verändert … die emotionale Auswirkung dessen, was mit den Menschen passiert, die man zurücklässt, ist von zentraler Bedeutung.“ Dabei geht es nicht um die binäre Wahl zwischen „Gut“ und „Böse“, sondern darum, mit den Konsequenzen von Entscheidungen zu leben, die reale, dauerhafte Auswirkungen haben.

Eine neue Menschheit, eine zerbrochene Zukunft

Die Geschichte des Spiels beginnt Jahrtausende, nachdem die Menschheit von der unbewohnbaren Erde geflohen ist, um das Centauri-System zu kolonisieren. Aufgrund der relativistischen Auswirkungen der Überlichtgeschwindigkeit kamen die Kolonien jedoch zu unterschiedlichen Zeiten an, was zu einer fragmentierten Zivilisation führte. Die Spieler werden auf menschliche Nachkommen treffen, die sich in verschiedene Kulturen entwickelt haben, darunter solche, die sich gemeinsam mit außerirdischen Spezies entwickelt haben … und sogar erwachte Tiere.

Matthew McConaughey und moralische Ambiguität

Zur Starbesetzung gehört Matthew McConaughey als C.C. Orlev, eine Figur, die Archetype als Mentor und „Stimme des Volkes“ beschreibt, lässt sich thematisch von seiner Rolle in Interstellar inspirieren. Das Spiel wird vereinfachende Moralsysteme vermeiden. Stattdessen prägen Entscheidungen den Ruf des Spielers organisch durch Aktionen, Interaktionen und Charakter-Upgrades.

„Im Grunde versuchen wir, möglichst viele Auswahlmöglichkeiten und ein sinnvolles Gameplay unterzubringen, damit sie das Erlebnis individuell gestalten und ihre Erfahrungen mit einem Freund vergleichen können … Ihr Erlebnis kann ganz schön anders sein“, sagt Chris King, Game Director von Archetype.

Jenseits von Mass Effect : Inspiration von Dune und darüber hinaus

Während der Einfluss von Mass Effect unbestreitbar ist, greift Archetype aktiv auf andere ikonische Science-Fiction-Werke zurück. Das Studio nennt Dune als einen Schlüsseleinfluss, insbesondere bei der Untersuchung langfristiger Konsequenzen, dynastischer Politik und der Belastungen der Führung. Weitere Inspirationen stammen von Edge of Tomorrow für knallharte Kämpfe und Horizon Zero Dawn für elementare Mechaniken.

Archetype hat offen seinen Anspruch zum Ausdruck gebracht, ein Spiel zu liefern, das bei den Fans die gleiche Resonanz findet wie Mass Effect. Die Entwickler erkennen die Herausforderung an, sind jedoch zuversichtlich, dass Exodus ein prägender Titel des Genres sein wird.

Letztendlich scheint Exodus bereit zu sein, eine neue Interpretation der Space-Opera-Formel zu liefern: ein Spiel, das nicht nur die Sterne erforscht, sondern die Spieler dazu zwingt, sich den brutalen Realitäten von Zeit, Wahl und dem bleibenden Erbe menschlichen Ehrgeizes zu stellen.