Amazon stellt diesen Mai den Support für ältere Kindle-Geräte ein

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Amazon hat angekündigt, dass der Support für Kindle-E-Reader und Fire-Tablets, die im Jahr 2012 oder früher auf den Markt kamen, am 20. Mai offiziell eingestellt wird. Obwohl dieser Schritt nur einen kleinen Teil der Benutzerbasis betrifft, markiert er das Ende einer Ära für einige der langlebigsten Hardwaregeräte auf dem E-Reader-Markt.

Was ändert sich?

Ab dem 20. Mai können Benutzer dieser älteren Modelle keine Verbindung zum Internet herstellen, um neue Inhalte zu kaufen, auszuleihen oder herunterzuladen.

Entscheidend ist, dass Ihre vorhandene Bibliothek sicher ist:
Heruntergeladene Bücher bleiben auf Ihrem Gerät und können weiterhin gelesen werden.
Der Kindle Store bleibt über die Kindle-App auf Android-, iOS- oder Desktop-Computern zugänglich.
Warnung: Wenn Sie das Gerät abmelden oder einen Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen durchführen, können Sie es nie wieder erneut registrieren oder seine Online-Funktionen nutzen.

Betroffene Modelle

Das Ende des Supports wirkt sich auf ein breites Spektrum an Hardware aus, das sich über ein Jahrzehnt voller Innovationen erstreckt.

E-Reader

  • Kindle 1. Generation (2007)
  • Kindle DX und DX Graphite (2009–2010)
  • Kindle-Tastatur (2010)
  • Kindle 4 und Kindle Touch (2011)
  • Kindle 5 und Kindle Paperwhite 1. Generation (2012)

Tabletten

  • Kindle Fire 1. Generation (2011)
  • Kindle Fire 2. Generation (2012)
  • Kindle Fire HD 7 und HD 8.9 (2012)

Der Kontext: Langlebigkeit vs. Obsoleszenz

Amazon schätzt, dass weniger als 3 % seiner Benutzer immer noch diese alten Geräte nutzen. Ein Sprecher wies darauf hin, dass einige dieser Modelle bereits seit bis zu 18 Jahren unterstützt würden, und nannte den schnellen technologischen Fortschritt als Hauptgrund für den Übergang. Um Nutzer zu unterstützen, bietet Amazon Werbeaktionen an, um den Umstieg auf neuere Modelle zu fördern.

Allerdings hat diese Entscheidung eine Debatte über „softwaregebundene“ Hardware entfacht. Verbraucherschutzgruppen äußern Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen dieses Schritts auf die Umwelt und Verbraucherrechte:

  • Elektroschrott: Nathan Proctor von der Right to Repair -Kampagne (PIRG) betonte, dass solche Aktualisierungen zum wachsenden Problem des Elektroschrotts beitragen, und argumentierte, dass Verbraucher ihre Produkte länger warten und verwenden sollten.
  • Verbraucherschutz: Stacey Higginbotham von Consumer Reports wies auf eine wachsende Lücke im Verbraucherschutz hin und stellte fest, dass der Verbraucher die Kontrolle über das von ihm gekaufte Produkt verliert, wenn die Funktionalität eines Geräts strikt an die Software eines Herstellers gebunden ist.

Weiter geht es

Wenn Sie aus dem Amazon-Ökosystem aussteigen möchten oder einfach ein neues Gerät benötigen, stehen Ihnen mehrere Wege zur Verfügung:
Upgrade über Amazon: Nutzen Sie den Recycling-Service für Altgeräte und profitieren Sie von aktuellen Aktionen.
Alternativen erkunden: Für diejenigen, die mehr Kontrolle über ihre digitale Bibliothek wünschen, ist Calibre ein sehr empfehlenswerter, kostenloser Open-Source-E-Book-Manager, mit dem Sie Bücher aus verschiedenen Quellen organisieren und lesen können.

Dieser Schritt verdeutlicht die wachsenden Spannungen in der Technologiebranche: das Gleichgewicht zwischen der Aufrechterhaltung einer alternden Infrastruktur und dem unvermeidlichen Zyklus der Hardware-Veralterung aufgrund von Softwareanforderungen.

Zusammenfassung: Während Ihre alten Kindle-Bücher weiterhin offline funktionieren, sperrt Amazon im Mai diesen Jahres den Internetzugang für Geräte, die 2012 oder früher hergestellt wurden, was eine Diskussion über Elektroschrott und Verbraucherrechte auslöst.