Die Trump-Regierung hat die Pachtverträge für fünf Offshore-Windparkprojekte entlang der Ostküste abrupt gestoppt und dabei vage „nationale Sicherheitsrisiken“ angeführt, ohne Einzelheiten zu nennen. Diese Entscheidung blockiert faktisch Investitionen in Milliardenhöhe und gefährdet Tausende von Arbeitsplätzen im wachsenden Sektor der sauberen Energie.
Die unmittelbare Wirkung
Die gestoppten Projekte befanden sich in verschiedenen Entwicklungsstadien in der Nähe von Massachusetts, New York, Virginia, Rhode Island und Connecticut. Auch ein teilweise in Betrieb befindlicher Windpark wird seinen Betrieb einstellen. Dieser Schritt bringt bestehende Verträge durcheinander, was möglicherweise zu Rechtsstreitigkeiten und erheblichen wirtschaftlichen Verlusten für Entwickler und Investoren führt.
Warum das wichtig ist: Jenseits der Ökonomie
Der Zeitpunkt dieser Entscheidung ist fraglich. Nur wenige Wochen zuvor hatte ein Bundesrichter einen früheren Versuch der Trump-Regierung, die Entwicklung von Windparks zu blockieren, mit der Begründung zurückgewiesen, dass dieser gegen Bundesgesetz verstoße. Der jüngste Schritt der Regierung scheint rechtliche Herausforderungen zu umgehen, indem sie sich auf die nationale Sicherheit beruft, eine Rechtfertigung, die Trump häufig für kontroverse politische Maßnahmen anführt, darunter Handelskriege und sogar Versuche, Grönland zu kaufen.
Die Entscheidung steht auch im Einklang mit Trumps langjährigem Widerstand gegen erneuerbare Energien. Seine Regierung hat fossilen Brennstoffen konsequent Priorität eingeräumt und die Bemühungen um einen Übergang zu saubereren Alternativen aktiv untergraben. Diese Haltung ist besonders bemerkenswert angesichts der steigenden Energiekosten und des zunehmenden politischen Drucks, den Klimawandel anzugehen.
Eine Geschichte der Opposition
Trumps Abneigung gegen Windkraftanlagen reicht Jahre zurück. Zuvor hatte er sich mit ästhetischen Bedenken gegen den Bau in der Nähe seines Golfplatzes in Schottland gewehrt. Diese jüngste Aktion deutet auf eine Fortsetzung dieser persönlichen Feindseligkeit hin, die sich nun auf eine größere wirtschaftliche und politische Ebene ausgeweitet hat.
Bei diesem Stopp geht es nicht um Sicherheit, sondern um die konsequente Missachtung der Entwicklung erneuerbarer Energien und die Bereitschaft, die Wirtschaft zu stören, um persönliche oder ideologische Präferenzen durchzusetzen.
Die mangelnde Transparenz der Regierung hinsichtlich der angeblichen nationalen Sicherheitsrisiken schürt die Skepsis zusätzlich. Ohne konkrete Beweise erscheint der Schritt willkürlich und von Faktoren bestimmt, die über legitime Sicherheitsbedenken hinausgehen.
Diese Entscheidung stellt einen Rückschlag für den US-amerikanischen Sektor für saubere Energie dar und unterstreicht die Präferenz der Regierung für fossile Brennstoffe, selbst auf Kosten der wirtschaftlichen Stabilität.



























